.... mit Erkenntnissen aus den ersten Wochen seit der Übernahme- der Planung, und der Ausführung!!!
Wer hat 'glaubt, dass wir nur auf Urlaub hier sind???
Im Ernst: nach der Rückkehr mußten ein paar Dinge erledigt werden, und die dazugehörigen Fachleute befragt bzw. vorher erst einmal gefunden werden!
Aktivität No.
1. Unser neuer Anker kam aufgrund des Songkran-Feiertages (äh- es ist mehr eine Feierwoche in Thailand, wo alles stillsteht), ca. 10 Tage später als vereinbart, und wurde von uns voller Freude abgeholt, und mittels Spinnakerfall aufs Vordeck gehievt und montiert...
Daraus ergab sich unmittelbar
Aktivität Numero...
2. Die Niro-Befestigung für den neuen Anker- damit hatten wir schon gerechnet- war nun definitiv zu kurz für unseren neuen Rocna 25 kg. Ein Nirostaschweißer musste gefunden werden! Gleich am Beginn des muslimischen Dorfes Ban Ko En fand sich einer, der sich an Bord die Erfordernisse ansah, und dem wir das Teil mit Zeichnung der Erweiterung mitgaben- "No problem- Monday ready!" Das klang wie Musik in unseren Ohren.. jedoch am Monday kam der Chef und zeigte uns das Teil- ohne Verlängerung, jedoch in der Mitte auseinandergeschnitten, mit der Erklärung, dass er kein Nirosta in Stärke 6 mm hätte... "no understand"...
Schließlich und endlich passierte nach endlosen Diskussionen mit Händen und Füße folgendes:
Er schweißte die Schnittstelle wieder zusammen und verlängerte das Teil wie gewünscht, indem er 2 dreimillimeter dicke Nirostaplatten verwendete... nicht wundern ;-)
Nun würde der Anker beim Runterlassen bzw. Raufholen wohl nicht mehr am Bug streifen!!! Und so war es auch! Bye Bye durchwachte (Ankerwache-) Nächte!!!
Mike voller Vorfreude beim Auspacken!!!
Sieht im Vergleich zu den bekannteren Modellen etwas futuristisch aus, soll aber halten wie nur was!
Der "alte" nur 15 kg schwere Nirostaanker- unser sogenannter "Tussianker", schön, aber sonst nicht für viel zu gebrauchen, wurde degradiert und zum Zweitanker ernannt und von Mike fachgerecht im Ankerkasten für den Fall der Fälle "wackelsicher" befestigt- und so richtig wackeln sollte es bald darauf...
Aktivität No.
3. wurde so nebenbei erledigt- wir wollten unsere Bordleuchten zwecks Stromersparnis auf LED umrüsten und mußten hier erst mal alle (!!!) Marineshops und sonstige Thai Shops nach allen Möglichkeiten durchforsten... in den Marineshops fanden sich tolle Modelle zu Preisen von ca. € 25,- bis ca. € 200,- pro Stück!!! Und wir haben immerhin 16 Leuchten! Außerdem wollte uns nicht in den Kopf, dass man hierzu die gesamte Leuchte austauschen muss, sondern nur die Birne quasi. Nachdem uns alle verneinten, dass dies möglich wäre- fand sich ein Thai-Elektriker, der uns diese LED - "Birnen" anbieten konnte- für ca. € 7,- pro Stück, und zeigte und erklärte uns in relativ gutem Englisch auch warum das funktionieren kann- ein ganz netter mit Shop in der Boat Lagoon- Khun Somsak von AEM Marine, falls dies mal Segler lesen sollten!
Aktivität No.
4. Bei unserem Bordmotor Yanmar 75 ps, ca. 1.300 Stunden drauf, und sieht aus wie neu, mußte noch auf Kosten des Voreigners (das hatten wir so ausverhandelt) ein Service gemacht werden, d.h. es wurde das ganze Teil zerlegt und der Druck geprüft und wieder verschlossen..... dauerte 1,5 Tage mit 3 Arbeitern und viel Schmutz... der Käptn war clever und ließ sich von den Jungs gleich zeigen, wie man diverse Filter austauscht etc. etc... "crew no understand"....
Unmittelbar aus dieser Geschichte ergab sich .......
Aktivität No.
5. siehe unten angefügtes Bild... der kleine Plastikschlauch der aus dem hellgrauen zylinderförmigen Teil zuerst nach links und dann nach unten führt...
dieses Teil fehlte nach Aktivität No. 4... nicht mehr nachvollziehbar für den Käptn, ob es vorher auch schon nicht dran war- das ganze nennt sich Airvent- das heißt Luftventil, und der kleine Schlauch ist notwendig, um die Luft anzusaugen. Guter Rat ist teuer- das Ersatzteil wurde zwar gefunden, man muß allerdings das gesamte Airvent ersetzen und nicht nur den Schlauch- und Ersatzteile sind teuer und der Aus- und Einbau auch... wieder hatte der Käptn eine Idee- und schwer gesucht und letztendlich in einem Farbengeschäft (!!!) fanden wir einen kleinen Plastikschlauch in genau der richtigen Stärke- und es funktioniert!!!
Aktivität No.
6. an Deck neben der großen Salonluke befand sich ein kleiner Fehler im GFK- dies ließen wir reparieren bzw. schließen, einerseits kosmetisch andererseits dachten wir, je früher desto besser, um eventuelles Eindringen von Wasser ins GFK zu verhindern... schön gemacht!
So ganz nebenbei fand der Käptn Zeit für
Aktivität No.
7. über unserem Bootsnamen am Heck befand sich ein großer Fleck von alter Klebermasse, die er versuchte zu entfernen, um genau an dieser Stelle einen Aufkleber der österreichischen Flagge, den die Geschwister mitgebracht hatten, zu befestigen. Die alte Klebermasse jedoch widerstand jeglichen Lösungsmitteln und Abkratzversuchen.... die Lösung war- unser Skalpell, das uns unser Tropenarzt für Ernstfälle mitgegeben hatte!!! Damit ließ sich der unerwünschte Kleber ohne Kratzer vom Untergrund abheben- bravo Käptn- und daraufhin wurde unsere österreichische Flagge aufgeklebt (wenn wir schon nicht unter österreichischer Flagge segeln...)!
Schließlich und endlich fanden wir einen verläßlichen Contractor für die geplanten Arbeiten für eine Nirosta-Aufhängung für unser Dinghy und darauf zu befestigende Solarpaneele...
Die Ausführung des Auftrags sollte am 20. Juni beginnen- und so wollten wir uns eine Arbeits- und Marinapause gönnen und wollten nun endlich wieder auslaufen- Ziel: Phang Nga Bay!!!