Freitag, 17. Oktober 2014

Überfahrt oder "Die Arche Meikl"...

Leinen los- die Überfahrt beginnt bei ruhigem Wetter, kaum Welle, leider auch kaum Wind, und die erste Nacht verläuft gut! Aber man soll nicht nicht zu früh freuen, sagt man doch so schön...


Schon am zweiten Tag bekommen wir, noch bei gutem Wind, langerwünschten Besuch..... und nicht nur einmal, wir hören bald zu zählen auf...



Rund 100 Seemeilen vom Festland entfernt taucht dann der erste Vogel auf...








Aus eins mach zwei... ok ihr dürfts bei uns ein bissi rasten...


... der nächste... sind wir die Arche Meikl oder was?


Das seltsamste, sie lassen sich vom Captain kraulen, die Crew verzichtet...



Das ist ja wie bei einer Belagerung!!! Wir sind den ganzen Tag (zwischen den Delfinen) beschäftigt, zu verhindern, dass sie sich IM Boot einnisten.. eigentlich meint die Crew, wir sollten vor der zweiten Nacht ein wenig schlafen...





Endlich legt sich der Captain ein wenig hin und die ersten Ausweichmanöver starten...

klein zieht groß...

Wasser wolln sie keins...


... aber vielleicht steuern???



Bei Sonnenuntergang schaut noch alles ganz nett aus...



Dieser hier ist wenigstens noch an Deck...


Wir rufen unsere Lieben vom Iridium Telefon aus an... ois OK!








Donnerstag, 9. Oktober 2014

Tschüss Labuan..

... es war zwar ganz nett, das Schlechtwetter in der Marina zu verbringen, aber Labuan ist langweilig, wir treffen zwar viele Segler, die alle rauf nach Palawan wollen.... aber wir haben uns entschieden, und ernten verwunderte Blicke...

Der Captain schaut einer Schächtung am Straßenrand zu und der Appetit auf Fleisch ist ihm wieder mal vergangen... dafür laben wir uns am Sonntagsbuffet in einem Hotel, der Captain hauptsächlich an den Nachspeisen... ansonsten gibts in Labuan nur einen mittelmäßigen Inder und die Bordküche...


Wir kriegen nach 8 (!!!) Tagen das ok, dass die Einfahrt zur Marina Miri befahrbar ist, und brechen endlich auf... noch gegen den leiser werdenden Südwestmonsun, aber der Nordost kündigt sich schon an. nach einer ruhigen Nacht hinter einer Riesenmole des Sultans von Brunei (man darf dort ankern, wenn er nicht da ist), brechen wir allerfrühestens auf, und schaffen die lange Strecke nach Miri. Die Einfahrt kennen wir ja schon, und obwohl die Tide stimmt, kommen wir GRAD noch so rein... naßgeschwitzt vor lauter Angst, im Matsch steckenzubleiben. Wär jetzt nicht schlimm, aber besser nicht...

Am Weg begegnen wir noch einigen großen Schiffen...


... und die Bordküche läuft auch wieder heiß...


Die Ölbohrtürme passiert man in der Gegend besser tagsüber...



Der schönste Leuchtturm zur Einfahrt der Marina weit und breit... nur leuchten tut er halt nicht...


In Miri (Bundesland Sarawak von Malaysien) machen wir unseren Check in und Check out gleichzeitig, gehen einkaufen für die Überfahrt und füllen unseren Tank und unsere Dieselkanister- alles in einem Tag!!!!

Neben uns wird grad fleißig an einem Stahlrumpf geschweißt, auch einige Segler hier wollen nach Palawan, aber jetzt lassen wir uns nicht mehr beirren... der Captain ergreift die Gelegenheit beim Schopf, bringt dem Nachbarn ein paar Bier, d.h. zwingt ihn zur Pause, sodass er sich was nettes Kleines bauen kann...

Was ist denn bitte das Teil... oben alt und gebrochen, unten neu!!! Und vom Captain höchstpersönlich per Hand gemacht...
Eine der beiden Schrauben, die die Abdeckung zum Motorraum (gleichzeitig das Teil, wo die Stufen zum Niedergang ins Schiff befestigt sind) verschließen sollen, ist gebrochen, und in ganz Borneo- und wir habens echt überall versucht, hat uns niemand so ein Teil nachmachen können!!! Captain CAN!



Und wenns dann auch noch passt, ist er glücklich...


 Am frühen Morgen (5,30 Uhr...) beim Ablegen haben wir plötzlich und zum ersten Mal kein GPS Signal... wir werkeln herum, alle Kabel werden noch mal aus- und eingesteckt, und plötzlich passt alles wieder... es ist mittlerweile 7.30 Uhr und die Ebbe ist nun zu niedrig zu rausfahren, so verschieben wir die Abfahrt noch um einen Tag, und das System wird immer wieder eingeschalten, um sicherzugehen, dass das wirklich nur ein Kabel war.... ok noch eine Nacht in Ruhe "vorschlafen" kann auch nicht schaden...


Mittwoch, 8. Oktober 2014

Ein Tag in Brunei...

... also da hat man nix Großartiges versäumt... ein paar echt schöne imposante Moscheen...











Ein paar Hochhäuser und Shopping Centers...


... und eine Lasagne für die Crew und Pizza für den Captain...


Die Waterfront in Brunei, wir schenken uns die Bootfahrt zum Stelzendorf... es regnet immer wieder...


Auch im ach so sauberen Brunei kann man den Dreck, den es vom Meer reinschwemmt, nicht beeinflussen... man kann nur, wie uns erzählt wurde, eine Wassermüllabfuhr einführen, die jeden Nachmittag um 15 Uhr kommt und alles rausfischt... bis zum nächsten Tag... das das ganze sich nach der Tide richtet und nicht nach der Uhrzeit, haben sie noch nicht richtig gecheckt...



Am Weg zur Ferry kommen wir beim Palast des Sultans vorbei, sprich eigentlich nur bei der Einfahrt, den Palast sieht man nicht, das Gelände muss unglaublich groß sein...


Und da kommt er schon, ein Konvoi mit gepanzerten Fahrzeugen...





In der (leeren) Ferry nach Labuan kuscheln wir mal wieder- wir erfrieren fast da drin wg. der Aircon...


Back in Labuan dann der nächste Schütter, aber man muss sich zu helfen wissen und unser billig-Plastik-Not-Regenumhang reicht für beide, nur den Gleichschritt mußten wir noch üben...


Glück ist wenn man trotzdem lacht!!!

Sonntag, 5. Oktober 2014

Unfreiwillige Pause auf der zollfrei Insel Labuan...

... dabei wollten wir spätestens am 7. Oktober in Miri (2 Tagesreisen von hier) sein, um noch bei halbwegs vollem Mond die Überfahrt zu machen...

Soll nicht sein, wir studieren alle paar Stunden das Wetter und es herrscht nicht nur Gewitterstimmung, sondern starker Südwest mit bis zu 3 Meter hohen Wellen. Wir kontaktieren die Marina in Miri, wo wir noch einen Tankstopp machen wollten vor der Überfahrt, und erfahren, dass wir bei der Welle gar nicht rein können... also heißts warten...

Die Marina Labuan kennen wir ja schon von Dezember 2012, als wir dort mit einem österreichischen Skipper samt Katamaran für unseren "Test Sail" nach Melakka zusammentrafen. Damals war sie zusammengefallen, und wurde wieder aufgebaut, Wiedereröffnung Anfang 2014- da lassen wir uns gerne überraschen...

Auf den ersten Blick siehts ja nicht sooo schlecht aus....


...aber dann, aber wir wundern uns eh gar nicht... ohne Worte...






Es wird alles sehr protzig gebaut und fällt dann binnen kürzester Zeit in sich zusammen....

Wir beobachten wieder mal das Wetter, hier sieht man einen Wirbelsturm, der aus dem Pazifik Richtung Japan zieht.. das wirkt sich insofern aus, dass der Taifun Luft "ansaugt", sprich wir hätten Gegenwind und Wellen, und in die Marina Miri können wir wie gesagt erst rein, wenn das Meer sich beruhigt hat....



Da kommt dann schon der nächste daher...





Trifft auch nicht auf die Philippinen sondern geht nordöstlich daran vorbei.... die armen Japaner, die erwischts ganz schön oft...