Mittwoch, 5. August 2015

Die letzten Impressionen aus Redang.. und wie kommen wir heil in die Marina Terengganu?

Am Boot, und nicht nur hier!- ist der Captain erfinderisch.... um den Motor beim Einparken verwenden zu können, muss was konstruiert werden, da wir ja den Gashebel nicht verwenden können...

Es wird am Gashebel am Motor eine Nylon Fischerleine befestigt, diese über den Niedergang ins Cockpit geführt, um unsere Winsch herumgewickelt und fixiert, und so soll dann Gas gegeben werden...

Aber noch läßt uns Redang und der Friede hier nicht los. Wir genießen sogar ein paar beeindruckende Gewitter, meistens am späten Nachmittag...

Unser Liebling, der Rocna 25 kg Anker ist schön vergraben, da brauchen wir uns auch bei Sturm keine Gedanken zu machen....


Da braut sich was Nettes zusammen...


Wir nennen es die "Walze", sie beginnt sich zu formieren...









Die Crew ist begeistert von diesem Naturschauspiel...


Solange dem Captain eins der letzten Singha-Biere noch schmeckt, ist alles OK!


Und dann öffnen sich die Schleusen..


Zwei Tage später das nächste....... zuerst glätten die ersten Böen das Wasser...


... bis sich dann langsam eine Welle aufbaut...


Uns noch eins am nächsten Tag... no derweil spielen wir uns mit der Kamera...




Diesmal schleicht es sich ganz heimtückisch an...


Spätestens jetzt sollten alle Luken dicht sein... wir halten nach unseren Segelnachbarinnen Ausschau, die grad noch an Land zum Essen gefahren sind... hoffentlich haben die alles zu...


Sie habens bemerkt, und rasen mit dem Dinghi zu ihrem Boot...



Die Walze ist schon über uns...


... hinweggezogen, alles halb so wild...


Neuer Tag, neues Glück... wir wissen, dass die entspannten Tage bald zu Ende gehen werden und versuchen doppelt zu genießen...

Es entstehen schöne Schildkrötenfilme...

und Fotos... näher ran, aber nicht zu nahe und nicht zu schnell, sonst ist sie weg...




Irgendwem dankt er da gerade der Captain...


Uns das Bier ist nur so schön kühl....


... dank der immer einsatzbereiten "Stiegl-Kühltasche"....


Ein letztes Mal Schnorcheln...











Ein letztes Foto von dem wohl schönsten Platz insgesamt gesehen auf unserer Reise. Wir meinen, wenn hier noch ein gutes Thai- Restaurant stünde, wären wir immer noch dort...

Lange wird es nicht mehr so bleiben, die Fischer werfen ihren Müll ins Meer, die Touristen aus China, Japan und Korea kommen in noch kleinen Horden, füttern die Turtles und halten sich an ihnen fest. No paradise forever....

Wir haben hier insgesamt auf 4 Male verteilt einen Monat verbracht, das ist für uns unruhige Wanderseelen der absolute Rekord.....


Montag, 3. August 2015

Redang Jungle Trekking... und zu Besuch bei der Naga Pelangi...

Frühmorgens machen wir uns gemeinsam mit einem jungen deutschen Pärchen vom Nachbarboot auf, durch den Dschungel zu walken, rüber zur Ostküste der Insel.

Wo gibts hier ein Wegerl???



Wer möcht hier freiwillig seine Hand reinstecken??? Schlangen, schlafende Fledermäuse, Riesenameisen???


Die Ostseite ist landschaftlich wunderschön, jedoch regiert hier der Malayische Massentourismus....




Wir wandern ein wenig herum und landen bei einer Tauchschule...


Das unterschreiben wir gerne!!!


Und dann heißts immer "die tun nix"...


Taucherhumor..


Das Holzbrücklein stürzt mal nicht unter der Crew ein..


Wir sind unterwegs mit der momentanen Crew dieses schönen Bootes... 


Und so gehts am Strand zu, die Leute sind zu faul, das Gepäck zu tragen, und daher dies... wir flüchten...


Kriegen einen tollen Cappuccino und wundern uns, was es noch so alles auf der Karte gibt...


After Trekking Lächeln, brav warma!


Am Abend sind wir eingeladen zum Fischessen auf der Naga Pelangi... ein wunderschönes Holzschiff nach traditoneller Weise in Terengganu gebaut, bietet tolle Törns für Charter an.


Der Captain genießt und schweigt, und staunt!






Wie es sich unter Seglern so gehört, teilen wir uns die Arbeit, die Crew bringt ein Kartoffelgericht als Beilage für den Fisch.

Kaum ist dieser verspeist, werden wir schon durch ein nahendes Unwetter zur "Flucht heim" gezwungen...




Dienstag, 28. Juli 2015

Wir sind halt treue Seelen, Redang ruft erneut! And what the hell is a Teleflex morse cable???

Am 28. Juli ist es erneut soweit- wir brechen um 11.30 Uhr unsere Zelte- hoffentlich für längere Zeit- in der Marina Terengganu ab.

Gemütlich segeln wir mit achterlichem Wind mit 4,5 Knoten dahin... 2 Stunden später läßt der Wind aus und wir nehmen den Motor zu Hilfe...

Um 18.30 Uhr fällt der Anker auf 3 m unterm Kiel.. wir sind einfach nur glücklich...

Am 31. Juli ist Vollmond, das gibt schön beleuchtete Nächte. Diesmal ist es ein sogenannter "Blue Moon", das bedeutet, dass im selben Kalendermonat zum 2. Mal ein Vollmond stattfindet (der erste war am 2. Juli).

Ruhige wunderschöne Tage und Nächte... mit unseren schweigsamen Freunden... (und nein lieber Hubert es gibt Kartoffelsuppe!!!!)...



Obwohl die Bucht toll geschützt ist, dreht der bestehende Schwell ein wenig in die Bucht herein und läßt unsere Nachbarn auf einem wunderschönen Schiff ganz schön "tanzen"...





Am 1. August ankern wir ein paar Meter um, weil in der Nähe sich ein Eisenboller (eine frühere Abwasserleitung vom Hotel) sich aufrecht stehend im Sand befindet, und wir wollen nicht, dass sich die Kette drin verfängt, Vorsicht ist besser als Nachsicht...

Beim Ankereinfahren ganz zum Schluss plötzlich bewegt sich nix mehr- trotz Retourgang keine Bewegung nach hinten... der Anker sitzt jedoch und des Captains erste Idee ist (selten aber man hört davon), ob die Schraube noch dran ist. Aye aye Captain, die Crew springt rein und sieht nach, alles dran.... So jetzt ist guter Rat teuer...

Fehlersuche ist angesagt, oder fact finding mission wie man so schön sagt...

Getriebe? wäre nicht gut, wenn hier in der Gegend dieses kaputt wäre. Aber wie wird ein Getriebe so einfach kaputt. Die Crew hat no idea...

Der Captain murmelt was von wegen Gasseil... noch nie gehört!!!
Es stellt sich heraus, dass unser GASSEIL, ja das gibts wirklich, gerissen ist, wodurch auch immer... es liegt am Captain, das mal herauszufinden und zu schauen, wo es gerissen ist (in Wahrheit ists ja kein Seil, sondern ein langes Edelstahlteil, mit Plastik ummandelt, und ein wenig biegsam. Es läuft vom Motor (Hilfe, Captain, von wo genau weg?) bis zum Gashebel im Cockpit. es ist extrem verbaut und ca. 6 Meter lang...). Glück im Unglück, Nachbarsegler kommen und zumindest bekommen wir, damit wir dss richtige Ersatzteil suchen können, den richtigen Ausdruck auf Englisch: TELEFLEX MORSE CABLE!!!

Wir fragen in Phuket, in Pattaya und in Singapore an. Singapore: NO HAVE! Das muss man sich mal auf der Zunge zergehen lassen, Pattaya gar keine Antwort, und C&C Marine in Phuket schreibt uns, dass das irgendwo in Terengganu aufzutreiben sein müßte, da die ganzen Fischerboote dies auch verwenden... ouff.... momentane Erleichterung! Irgendwo ist zwar sehr vage, "auftreiben" klingt nach Abenteuer und schweißtreibend und langwierig...

Den uneingeweihten Lesern wollen wir natürlich nicht vorenthalten, was dann folgt...
Der Captain startet mit dem Auseinanderschrauben des Gashebels, um den einen Anfang des Gasseiles freizulegen. Easy oder? Danke liebe Jeanneau Konstrukteure, schon mal länger auf einem Boot verbracht? Sicher nicht, der aufzuschraubende Behälter ist aus Aluminium, die Schrauben aus Nirosta... das weiß mittlerweile sogar die Crew, dass sich diese zwei Metalle gar nicht vertragen. Und so kämpft der Captain damit, diese aufzubekommen... Dauer 6 Stunden, Erfolg gleich naja, die Schrauben brechen natürlich, voll korrodiert, und der Rest bleibt im Alugewinde stecken- wie sollen wir das jemals (für neue Schrauben) wieder herausbekommen? Thanks again Jeanneau!


Der vollständigen Dokumentation wegen- Innenleben dieses Alukastls... dort führt das Gasseil zum Gashebel, die Crew staunt, der Captain checkt das alles, wie wenn ers glernt hätt...


Und so sieht der Anfang des Gasseils aus... wird vermessen, um im Internet zu suchen welches es ist und welches wir somit suchen müssen. Ohne die Info vom Nachbarn von wegen Teleflex morse cable wären wir aufgeschmissen gewesen, bzw. die Suche hätt länger gedauert...


Wir versuchen zu entspannen, beobachten die wachsende Population der "Cuttlefish", die um uns herumschwimmen... bzw. -schweben... die habens gut, keine Sorgen, nur das nächste Essen muß besorgt werden....



Bevor wir jetzt überhastet erneut nach Terengganu segeln, machen wir Such- und Nachdenkpause, ohne Motorantrieb in den Hafen rein ist kein Sonntagsspaziergang.....

Freitag, 17. Juli 2015

Wir sind halt ein tolles Team- Batteriewechsel an Bord....

Die beste Pflege macht den Captain nicht ganz gesund und die viele Sonne reicht unseren Batterien offensichtlich auch nicht mehr... also heben wir am 17. Juli den Anker und tuckern bei wenig Wind und weniger Schwell zurück nach Terengganu.... er frischt am Schluss dann doch noch auf 20 Knoten auf, und wir legen um 15 Uhr perfekt an, obwohl die Strömung einiges hergibt....

In Terengganu suchen wir vergeblich nach ordentlichen Batterien (AGM, deep cycle), sodaß wir diese letztendlich in Kuala Lumpur bestellt haben- Lieferzeit: 3 bis 10 Tage.... noch derweil funktionieren unsere ja noch, also....

Am 21. haben wir die Batterien letztendlich bezahlt, jetzt schau ma wielange es dauern wird. Geduld ist bekanntlich nicht unsere Stärke, aber die braucht man hier wie Wasser und Brot zum Überleben.

Glück, die Batterien kommen 5 Tage später, inzwischen hat sich der Captain ein wenig auskuriert, wenn auch nicht ganz...

Die Crew ist mega nervös wegen des Austausches der Batterien... schließlich ist das eine komplizierte Angelegenheit, denkt sie... Captain hat alles im Griff und nach einem vollen Tag Arbeit- die Teile sind mega schwer- fast 25 kg- 6 Stück raus, 6 Stück rein, läuft alles wie am Schnürchen- BRAVO CAPTAIN!!!!

Jetzt noch ein paar Fotos.... sonst glaubt uns ja keiner...

Die Kabel werden alle ordentlich beschriftet, damit dann wieder alles zusammenpasst... für die Crew eine hoffnungslose Geschichte, aber der Captain ist zuversichtlich...



Die neuen Pollux AGM deep cycle Batterien sind wartungsfrei und sollen sehr gut sein. Die Größe paßt zum Glück ganz genau, wurde vorher natürlich abgemessen.

Ein Problem ergibt sich bei den Anschlüssen, die alten hatten so bolzenartige Anschlüsse, die neuen Schraubenanschlüsse. Wir mußten auch einige Kabel wechseln, da zu kurz, und das alles auf allerengstem Raum... ka Gaudi!



Letztendlich passt alles, und wir warten gespannt ob sie auch aufgeladen werden!!! JAAAAAAAAAAAAA!!!!!

Das ganze war unsere Sonntagsbeschäftigung am 26. Juli... nun hält den Captain nichts mehr, REDANG ruft wieder! Am 28. wollen wir aufbrechen, doch es zwingt ihn das Fieber wieder zurück in die Koje.

Dienstag, 14. Juli 2015

Redang Island ruft....

Im Affekt sozusagen werfen wir heute die Leinen- es ist mittlerweile zwar schon 11.30 Uhr, aber wir werden die ca. 28 Seemeilen schon schaffen...

Ganz offensichtlich nicht wir das Meer nicht mehr ganz so gewöhnt, es steht ein unguter Schwell mit nur 9 Knoten Wind von schräg hinten, es wackelt...

Glücklich werfen wir den Anker auf nur 2,8 m Tiefe unterm Kiel, natürlich passt die Tide, sodass wir nicht Gefahr laufen, steckenzubleiben ;-)

Der Captain ist nicht ganz so fit und verzichtet freiwillig auf sein Ankerbier, hat Hals- und Gliederschmerzen, einfach zuviel Air Con Luft (Flug, Singapur, Flüge, Boot), das tut seinen Stirnhöhlen gar nicht gut!

Wir lassen uns sozusagen nieder und atmen mal gaaaaaaaaaannnnnnzzzzzzzzzz tief durch.

Ein kleines Unwetterchen aus WSW läßt uns da nicht die Ruhe verlieren...

Am nächsten Tag wird prompt nachgesehen, wie es unserem Propeller, dem Schaft und den beiden Zinkanoden geht- gehören auch ausgetauscht!



Es muss ohnehin getaucht werden, um die Wasserauslässe zu checken. Dank dem großen Süßwassergehalt des Wassers in Terengganu haben wir so gut wie keinen neuen Muschelbewuchs, das freut uns!!!

Wir erneuern natürlich unsere Bekanntschaft mit den geliebten Turtles....




Ok den Salat mag sie nicht...


Damit erst gar kein Heimweh aufkommen kann (das ist bei dem Platzerl ohnehin sehr schwer), wird Roggenbrot gebacken und mit Erdäpfelkäs genossen...


Samstag, 11. Juli 2015

Back on the Boat...

... der Trip von Singapur sollte ereignislos sein, jedoch war unser Flieger von Singapur nach Kuala Lumpur verspätet, also versäumten wir den Anschlussflug... Air Asia ist eine asiatische Billigfluglinie, und das Service oder Verständnis für so eine Situation, die nicht vom Reisenden selbst verschuldet ist, hinterläßt uns sprachlos..... und ein wenig "grantig"....

Wir mußten einen neuen Flug von KL nach Terengganu buchen und kamen spätabends an... der Captain checkt sofort alle notwendigen Systeme, alles gut! Große Erleichterung... nur unsere Batterien scheinen nicht mehr voll zu laden, aber damit hatten wir schon gerechnet. Beim Schiffskauf wurden diese noch vom alten Besitzer gewechselt, allerdings nur billige Autobatterien.

Da wir uns noch mitten im Ramadhan befanden, war das Marinalokal (Sushi!) geschlossen und wir gingen hungrig ins Bett.... am nächsten Morgen lieh uns unser alter Freund Mee gleich sein Moped und wir fuhren (immer noch hungrig) einkaufen. So die elementarsten Bedürfnisse wären nun gestillt.

Die Hoffnung, dass sich während unserer 6wöchigen Abwesenheit in der Marina was verändert hätte, wurde zwar erfüllt, leider aber zum Schlechteren... der Pool war immer noch nicht renoviert, und die Duschen waren nun geschlossen, sie wollten "extra money" und man müßte sich jedesmal den Schlüssel holen- ein NO GO für uns und die paar anderen Segler, duschen an Bord!

Viele Fotos gibts nicht von dieser Zeit, wer fotografiert schon dass er sein Boot putzt und für die Ausfahrt bereit macht?

Unsere Namensschildchen aus Lebkuchen (von Valentinas Taufe) haben wir mitgebracht und die hängen jetzt da!


Wir beschließen, die Batterien ein paar Tage zu testen....