Dazwischen gibt es immer wieder Empfänge in (mehr oder weniger) schönen Marinas, die Malayen bauen zwar tolle Gebäude und Anlagen, nur bei der Instandhaltung haperts, so kommt es vor, dass eine Marina (wie zum Beispiel jene bei Melakka) nach knapp 4 Jahren baufällig und unbenützbar ist...
Hier die Route, der wir zumindest teilweise folgen werden, da wir ja am 15. Mai nach Österreich fliegen...
Unser erster Stopp war in Lumut, das kannten wir schon vom letzten August/September, wo wir unseren Unterwasseranstrich erneuern ließen. Da hab ich glatt die Kamera vergessen...
Lumut war unsere Rettung: Alte Bekannte, darunter "unser" Mechaniker Bulat eilten uns zu Hilfe bezüglich Messstab für das Getriebeöl- wird in Kuala Lumpur bestellt und sollte bis in 3 Wochen kommen... "unser" Elektroniker Faisal- ein Hammer der Mensch- schaffte doch tatsächlich, was Furuno Thailand, Furuno Japan und Furuno Deutschland uns nicht machen konnten... unser zweites GPS ist ja ein japanisches Modell, sprich für uns aufgrund der Sprachbarriere nicht nutzbar- zumindest brachte es Faisal soweit- dank seiner Karte- und für einen Spottpreis, dass wir es mithilfe der von ihm kopierten englischen Gebrauchsanweisung zumindest teileweise nutzen können, sollte unser erstes (Raymarine) mal schwächeln... Danke Faisal!
Letztendlich baten wir unseren alten Bekannten Chris noch, unser Rigg (d.h. alle Teile die den Mast halten) zu überprüfen- Tauglichkeitsprüfung bestanden- und das ersparte uns die Anstrengung, Mike nochmal in den Mast zu hieven....
Hünding Chili wartet geduldig aufs Herrli im Cockpit bei Wasser und Inzersdorfer Leberpastete aus Österreich (danke Markus!)...
Und dieses Bild würden wir eigentlich am liebsten aus unseren Gedanken löschen... das Fischernetz am Bild war jenes, welches wir eine Nacht vorher südwestlich der Insel Penang rund um unser Boot gewickelt hatten- bei Finsternis, einem Gewittersturm mit 40 Knoten Wind, und die Fischer hatten sich ohne sich um das Netz zu kümmern, an den Strand gerettet. Mike schnitt bei Nacht und Nebel eben dieses böse Teil vom Boot, wir trauten uns am nächsten Morgen nicht, den Motor zu starten, ohne einen Tauchgang zu wagen zwecks Propeller... schwierigst die Bedingungen, keine Sicht unter Wasser, maximal 30 cm wenn überhaupt, starke Strömung usw. Der Rest vom Netz war wie befürchtet um Propeller und Propellerschaft gewickelt, wir holten unsere 3/4 Tauchanzüge raus und machten uns ans Werk- abwechselnd runter zum Propeller, und wir brauchten dafür eineinhalb Stunden... glaubt uns, wir haben die Fischer echt verflucht, wenn die gekommen wären, um Geld fürs Netz zu verlangen- die hätten schön geschaut... (machen sie oft als Trick...).
Dummerweise hat sich um den Unterschenkel und teilweise Oberschenkel der Crew eine böse Qualle gewickelt, trotz Behandlung mit Essig sieht man die Stellen 3 Wochen später immer noch. Im übernächsten Hafen wird daher ein Ganzkörperbadeanzug für muslimische Damen gekauft- super die Teile von Knöchel bis Handgelenk und Hals!!! Da kommt sicher nochmal ein Foto später!!!
Das war bis dato unser schlimmster Abend vor Penang- ich glaub wir werden die Insel in Zukunft wie die Pest meiden- und die Fischer auch!!!
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