Montag, 25. Februar 2013

Ein Traum wird Wirklichkeit- a dream comes true...



... und unsere Suche hat sich gelohnt- wir haben durch viel Arbeit, Hartnäckigkeit und auch Glück unser Traumboot gefunden… bzw. man muss sagen wir waren auch zur richtigen Zeit am richtigen Ort!!!

Hier am Bild wird gerade der Schriftzug raufgeklebt- danke lieber Stefan für deine Hilfe beim Design!!!


Für die ganz Lesewütigen die ganze Vorgeschichte....

Nach einer großen Enttäuschung am 31. Dezember im alten Jahr- wir machten die weite Reise von Melakka in Malaysia über Phuket, Hua Hin nach Pattaya, um dort ein Boot zu kaufen, welches wir Anfang November angeboten bekamen, und sobald wir an Bord waren, meinten die Eigner, nun würde es 10 % mehr kosten… Mike verließ kommentarlos das Boot und Ingrid wollte noch ein wenig diskutieren- jedoch sinnlos! Die Enttäuschung war maßlos und wir waren sozusagen im Schock… zumindest schafften wir es, uns für die Silvesternacht- weil nach Feiern war uns nicht zumute- und schon gar nicht im schrecklichen Pattaya- ein bißchen im Landesinneren ein kleines Resort zu suchen, um dort zu uns zu kommen… man stelle sich vor, wir haben ca. 25 Boote besichtigt, und uns dann für eines entschieden, und dann so eine unvorstellbare Nachricht- unseriös ist ein Hilfsausdruck… sofort am selben Tag buchten wir für 1. Jänner einen Flug nach Surrathani, um an den ruhigen Stränden von Khanom unsere Wunden zu lecken, zur Ruhe zu kommen und die weitere Vorgehensweise zu besprechen…

… ein kleiner Zwischenfall in einer sensationellen Tropfsteinhöhle-



Mike wurde im Krankenhaus von Khanom super professionell am Kopf mit 3 Stichen genäht!



Leider war an den Stränden von Khanom die Welle hoch und wir konnten wg. der gefährlichen Unterzüge nicht schwimmen,



 .....daher zog es uns wieder nach Phuket, wo wir uns nach langem Suchen für ein Monat in einem Appartment mit Blick auf die Chalong Bucht (und die ganzen Yachten!) niederließen.


Ein wenig Rast tat gut, jedoch beobachteten wir nach wie vor genau den Bootsmarkt in der Gegend- von wegen Preisreduktionen… und Mike konnte seine frühmorgendlichen Wanderstunden wieder aufnehmen....


... und schloss innige Freundschaft mit diesem wunderlichen Baum....



 .... und wenn man sich abseits der Ströme bewegt, findet man sensationelle Aussichten und Plätze


... und immer wieder neue Freunde!


... und sonntags fuhren wir immer für ein paar Stunden an den Beach…



Das früher so unkomplizierte Ausleihen von Motorbikes stellte sich in der Hauptsaison als extrem nervenaufreibend dar, sodass (und Ingrid bezeichnet es auch ein wenig als „Frustkauf“), Mike uns kurzerhand ein Motorrad kaufte- Honda PCX, 150 cc). Klingt easy, stimmts, Motorrad kaufen? Man braucht erstens einen festen Wohnsitz mit Mietvertrag, den uns eine Thai die wir kennengelernt haben organisiert hat. Zweitens verhandle man Preis und sonstige Bedingungen mit einem Thai Händler, dessen Englisch Vokabular sich auf 10 Wörter beschränkte… drittens muss man zum Verkehrsamt, um es umzumelden, auch in Thai… und und und… ein paar Tage später jedoch gehörte uns der kleine Flitzer und wir machten schon Pläne, d.h. wir wollten bei der Schiffssuche eine Pause machen und damit stückchenweise mit kleinem Gepäck nach Nordthailand fahren. Ach ja Gepäck- unser großes Gepäck, sozusagen unser gesamter Haushalt fürs Schiff- 4 Riesen-Gepäckstücke- wurde auch einige Male umgesiedelt und verwahrt… dazwischen organisierten wir den nahenden Urlaub von Sebastian und Theresa bei uns… das klingt jetzt nach Kauf im Affekt- nein war schon durchdacht, weil nach 4 Monaten hätten wir die Anschaffungskosten herinnen (Mietpreise hoch!), bzw. jetzt wo wir unser Boot haben, verkaufen wir das Moped ohnehin wieder!



Bis…. ca. 1 Woche nach dem Mopedkauf und ca. 2,5 Wochen vor Ankunft von Sebastian und Theresa Ingrid nochmal einen uns schon bekannten Makler anschrieb, ob sich denn bei einer ganz besonderen Yacht nicht preislich etwas nach unten entwickeln könnte. Diese hatten wir nur von außen bewundert, und gar nicht besichtigt, weil so was von eindeutig über unserem Budget… und wiederum schrieb der Makler, dass hier noch einiges draufzulegen wäre… na macht nichts, ein Versuch wars wert! 2 Tage darauf kommt plötzlich ein Anruf von ebendiesem Makler, er habe mit dem Eigner gesprochen, dieser wolle unbedingt schnell verkaufen, weil er sein neues Schiff schon geordert hätte…. So schnell wie wir in die Yacht Haven Marina gedüst sind, kann man sich hoffentlich vorstellen… nun ging alles rasend schnell- Preisdiskussionen mit dem Makler, Angebot, Angebot zu niedrig, wir besserten geringfügig nach- wir dachten hopp oder tropp- und schickten dem Eigner sofort einen unterfertigten Vertrag… dies war taktisch offensichtlich klug, denn, wir wagten kaum darauf zu hoffen, der Vertrag kam am nächsten Tag gegengefertigt zurück! Wow!!!

Die folgenden Tage waren stressig- ein Surveyor mußte auf die schnelle gefunden werden für eine technische Überprüfung (besteht aus genauer Inspektion, Testsegeln ....

Mike mit Yachtmakler Jim....


Mike im Glück- perfekte Kevlar-Segel...





.... und dem Herausheben des Schiffes, um die unter Wasser liegenden Teile zu überprüfen…). Ein ganzer Tag herumtelefonieren und recherchieren und der Surveyor war gefunden- ein Wunder meinte der Makler, weil die meisten sind über Wochen ausgebucht… warum so schnell- 1. Man kennt den jetzigen Kapitän Mike, 2. Wir wollten die Geschichte von der Ankunft von Sebastian und Theresa soweit abschließen, dass der Kauf perfekt war (man kann nämlich, sollte die technische Überprüfung Mängel ergeben, vom Kauf zurücktreten). Wir wollten unbedingt einen ruhigen Urlaub mit den beiden verbringen!!!!!
 
Fotos vom Haul Out - Ergebnis: super Zustand, somit stand dem Erwerb nichts mehr im Wege... uns fiel der buchstäbliche Stein vom Herzen....