Samstag, 25. Mai 2013

Ko Racha - Klappe die Zweite...

... nach Rückkehr in die Marina, und Einkaufen/Boot vollbunkern mit Wasser sind wir erneut unterwegs Richtung Ko Racha Yai- trotz Überfüllung durch Touristenboote hats uns dort einfach so gut gefallen... bis jetzt....

Ein Nachtstopp in Ao Chalong in Süden von Phuket und wir begaben uns Richtung Süden, trotz einiger Gewitterwolken, das ist um die Jahreszeit hier normal, das Gewitter entlädt sich mit Platzregen und momentan schlechter Sicht und das wars... mit Spitzen bis zu 40 Knoten Wind wie man uns allerorts sagte...

... nun... südlich von Chalong kurz vor Ko Lon entludt sich nun also so ein Gewittersturm- wir hatten schon alles wetterfest gemacht, Segel waren noch gar nicht draußen, die Sprayhood oben, und diesmal wurde es windmäßig etwas mehr- Spitzen von 60 Knoten ca. 5 Minuten lang, danach gings kontinuierlich runter bis auf 40 Knoten und wir haben ein kleines "Fetzerl" vom Vorsegel rauf uns segelten weiter Richtung Ko Racha, wie geplant.

Bilder waren in dem Moment keine mehr möglich, der Käptn und das liebe Schiff waren beschäftigt, mit unserem 75 ps Yanmar Motor gegen die Wellen anzukommen... Foto vom Vortag vorm Ankerplatz...


Zufrieden und glücklich dass wir das erlebt hatten und alles gut gemeistert hatten, liefen wir in Ko Racha Yai ein und ließen den Anker fallen. In der Zwischenzeit hatten wir - nach langer Suche - und eine Regenplane aus dem Baumarkt zugelegt- und Mike befestigte diese, damit das Cockpit für die Nacht trockenbleiben würde. Die Regen- bzw. Sonnenplane ist in Planung, wir haben nur noch keine gesehen, die wirklich 100%ig passt...

Als ob wir nicht für den Tag schon genug erlebt hätten, schaukelten wir vor Anker noch einige Zeit vor uns her, weil die Speedboote mit den Ausflüglern sich Richtung Phuket zurückbewegten. Als dies vorbei war und wir zur Ruhe kamen, beobachteten wir die Strömung und stellten fest, dass wir uns mit dem Schiff nicht richtig bewegten, sprich irgendwie offensichtlich "festgehalten" wurden...
kurz vor 18 Uhr und das heißt dem Finsterwerden tauchte Ingrid dann noch schnell runter, um festzustellen....

.... dass wir erneut in einer Mooringleine feststeckten.. und zwar hatte sich eine abgeschnittene oder abgerissene ca. 5 cm dicke Leine ausgerechnet um unsere Schiffsschraube gewickelt, dadurch wurde das Boot wie durch einen Heckanker festgehalten...

... da musste es nun schnell gehen, Käptn auch ins Wasser, und abwechselnd säbelten wir mit einem Messer das Tau ab... und drehten uns prompt in die richtige Richtung, nämlich mit Bug in die Strömung.... die Sorge, dass der Propeller was abbekommen hatte, war groß, aber wurde nächsten Tag noch überprüft, und es scheint alles in Ordnung zu sein....

"Das böse böse Seil"- ein glatter "Durchschnitt"


... der Rest blieb im Wasser, unmöglich, das irgendwie zu entfernen...


... mittlerweile wars fast finster... und Hauptsache der Käptn lacht wieder- Erleichterung, dass wir das Ding überhaupt runtergebracht haben.... schön ausgefranst und übelst riechend, wir habens in einen Sack gesperrt und am nächsten Tag an Land entsorgt....


Frühmorgens am nächsten Tag wollten wir ein Paar Bootslängen weiter weg ankern, Ingrid ging prophylaktisch "runter schauen", ob alles klar, und entdeckte eine weitere abgeschnittene Mooring in allernächster Nähe- also Anker wieder rauf und nur weg mit uns!!!!

"Wer hat g'sagt dass Leben immer leicht ist?" ;-)