Der Captain schaut einer Schächtung am Straßenrand zu und der Appetit auf Fleisch ist ihm wieder mal vergangen... dafür laben wir uns am Sonntagsbuffet in einem Hotel, der Captain hauptsächlich an den Nachspeisen... ansonsten gibts in Labuan nur einen mittelmäßigen Inder und die Bordküche...
Wir kriegen nach 8 (!!!) Tagen das ok, dass die Einfahrt zur Marina Miri befahrbar ist, und brechen endlich auf... noch gegen den leiser werdenden Südwestmonsun, aber der Nordost kündigt sich schon an. nach einer ruhigen Nacht hinter einer Riesenmole des Sultans von Brunei (man darf dort ankern, wenn er nicht da ist), brechen wir allerfrühestens auf, und schaffen die lange Strecke nach Miri. Die Einfahrt kennen wir ja schon, und obwohl die Tide stimmt, kommen wir GRAD noch so rein... naßgeschwitzt vor lauter Angst, im Matsch steckenzubleiben. Wär jetzt nicht schlimm, aber besser nicht...
Am Weg begegnen wir noch einigen großen Schiffen...
... und die Bordküche läuft auch wieder heiß...
Die Ölbohrtürme passiert man in der Gegend besser tagsüber...
In Miri (Bundesland Sarawak von Malaysien) machen wir unseren Check in und Check out gleichzeitig, gehen einkaufen für die Überfahrt und füllen unseren Tank und unsere Dieselkanister- alles in einem Tag!!!!
Neben uns wird grad fleißig an einem Stahlrumpf geschweißt, auch einige Segler hier wollen nach Palawan, aber jetzt lassen wir uns nicht mehr beirren... der Captain ergreift die Gelegenheit beim Schopf, bringt dem Nachbarn ein paar Bier, d.h. zwingt ihn zur Pause, sodass er sich was nettes Kleines bauen kann...
Was ist denn bitte das Teil... oben alt und gebrochen, unten neu!!! Und vom Captain höchstpersönlich per Hand gemacht...
Eine der beiden Schrauben, die die Abdeckung zum Motorraum (gleichzeitig das Teil, wo die Stufen zum Niedergang ins Schiff befestigt sind) verschließen sollen, ist gebrochen, und in ganz Borneo- und wir habens echt überall versucht, hat uns niemand so ein Teil nachmachen können!!! Captain CAN!
Und wenns dann auch noch passt, ist er glücklich...
Am frühen Morgen (5,30 Uhr...) beim Ablegen haben wir plötzlich und zum ersten Mal kein GPS Signal... wir werkeln herum, alle Kabel werden noch mal aus- und eingesteckt, und plötzlich passt alles wieder... es ist mittlerweile 7.30 Uhr und die Ebbe ist nun zu niedrig zu rausfahren, so verschieben wir die Abfahrt noch um einen Tag, und das System wird immer wieder eingeschalten, um sicherzugehen, dass das wirklich nur ein Kabel war.... ok noch eine Nacht in Ruhe "vorschlafen" kann auch nicht schaden...
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