Von Ko Kut aus ist es nur ein guter halber Tag nach Ko Kong, gleichnamiger Ort zur ersten Insel in Kambodscha... bei starken Nordost segeln wir, bis uns ein doofer Fischer direkt vor der Nase ein Netz reinwirft... ein fast 300 Grad Turn wird notwendig, unter Segeln... na dass es uns nicht fad wird...
Wir müssen in einen Flusslauf rein, die Einfahrt ist bei Flut zu machen, aber es wird knapp und etwas nervenzerfetzend, auch aufgrund der vielen kleinen kreuz und quer fahrenden Fischerboote...
Einfahrt geschafft, motoren wir bis zu einer Brücke, vor der am Ufer ein guter Ankerplatz sein soll, direkt vor dem "Café Laurent", das früheren Seglern gehört... wir haben einen Wegpunkt zum ankern von anderen Seglern, aber die Sandbank im Fluss dürfte sich verlagert haben, und wir kommen nicht nahe genug ans Ufer. Also retour zur Mündung, und mühsam suchen wir uns einen Weg um die Sandbank herum- es lebe unser Tiefensounder... und Nerven muss man auch gute haben...
Der Anker hält gut, die Strömung ist stark, der kräftige Nordostwind wirft auch ganz schöne Wellen...
Am nächsten Tag wollen wir an Land, um mit Hilfe eines lokalen Agenten die Einklarierungsformalitäten zu erledigen (ohne Agenten gehts hier nicht) wir sind schon ein wenig vorinformiert und sind auf alles (wirklich alles???) gefasst.
Die Nacht wird kühl und relativ ruhig, witzig ist nur dass man obwohl starke Strömung im Fluss herrscht, trotzdem bei fallendem Wasser mit dem Heck gegen Wind und Flußströmung steht... wir lassen es uns nicht nehmen, den Sonnenuntergang samt guten Essen vom Café Laurent aus zu genießen...
Die Einfahrt in den Fluss auf unserem Kartenplotter....
und a bissi Wind dazu gefällig- 32 Knoten???
Einfahrt geschafft, so wo ist jetzt die Sandbank???
Endlich fällt der Anker- vor uns das Café Laurent...
Die französiche Besitzerin liebt Blumen- und serviert "very nice food", wir stehen ganz speziell auf ihren Reissalat, so subtil gewürzt, ein Hammer!
Neugierig werden wir beäugt, von allen möglichen und unmöglichen Gefährten... wieso schwimmt der überhaupt noch? Hohe Gebäude im Hintergrund in blau ist die Bank of Canada, wo wir unsere Dollars holen... Protzige Neubauten stehen hier doch noch weit verbreiteter Armut gegenüber...
Das wohl chaotischste Geschäft in ganz Südostasien, der Captain wagt sich hinein...
Ein Moperl für unser Tinerl???
... und ein neuer Freund...
Neuartige Entdeckung am Markt- das sollen EIER sein???
Wir beschränken uns auf Gemüse- und Obsteinkauf...
... weil die "Fleischtheke" ist nun auch nicht sehr appetitanregend...
Ein typisches Gefährt in Kambodscha, mit einem typischen Kind, nämlich lächelnd...
Ob der sein Werkzeug überhaupt noch findet...
Bier geht immer, und statt Stiegl ists hier Cambodia oder Ankor Beer, moderner Lieferwagen...
Die Chelsea Fans sitzen nicht nur in Leopoldskron...
... und nicht nur in Österreich gibts Schweinebraten mit Kruste...
Die gibts leider bei uns daheim nicht...
Und die gibts GOTTSEIDANK bei uns nicht... der neugierige Captain geht ganz nah ran und fotografiert einen Mann beim Eieressen- von wegen Eier, hier werden die halb ausgebrüteten Pipperl genüßlich verzehrt... also Eier vom Markt kaufen- NEVER EVER!!!!
Die Sailabout in guter Gesellschaft...
Essenstechnisch fühlen wir uns hier sicher!!!
Französisches Flair auf dem Wasser...
Das sind ja bis jetzt lauter gute Nachrichten, Anker hält, die Stadt ist spannend, das Essen sehr gut... dank dem Café Laurent, wo wir eine ganz Woche quasi zuhause sind, zucken wir nicht völlig aus, als uns der Agent zum Einklarieren am Telefon erklärt, dass er erst in 6 Tagen wieder kommt, er sei in Phnom Penh, der Hauptstadt Kambodschas und wir mögen auf ihn warten... ok wir überschlafen diese Info mal eine Nacht...
Sollen wir 6 Tage warten??? Oder doch nach Sihanoukville, dem Tiefseehafen, weitersegeln, und dort das bis zu 4-fache fürs Einklarieren bezahlen, je nach Laune der Behörden??? Wir bleiben, fühlen uns hier gut aufgehoben! Und machen weitere Ausflüge im Ort, weiter ins Land wagen wir uns nicht, weil wir ja offiziell gar nicht im Land sind und keinen Stempel im Pass haben- ohne Agenten kann man nicht einfach selber zur Immigration...
Ein paar Bilder um die Gegensätze im Land zu veranschaulichen...
Wenn man kein Spielzeug hat, spielt man eben mit den Werkzeugen der Erwachsenen- der hier wird sicher mal ein guter Mechaniker...
Da würd den ÖAMTC daheim der Schlag treffen...
.... der Wuff kann ja nichts dafür.... eine Chinesentante mit vollgefressenem Pudel...
Wir haben den Lieblingssnack der Kambodschaner entdeckt... eine Art von runde Süßwassermuschel, mit Chili oder nur mit Salz gewürzt... wird den ganzen Tag überall lautstark gelutscht...
Solche Häuser lassen erahnen, dass hier nicht nur Armut herrscht...
Teilweise ist die Infrastruktur auch ganz gelungen...
Bei französischen "Profiteroles" mit Vanilleeis und Schokosauce verdauen wir den Schock mit dem Agenten und beschließen, uns eine gemütliche Woche zu machen- lesen, und im Blog arbeiten...Cappuccino trinken, Pizza und Reissalat genießen...
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