Montag, 21. Dezember 2015

Exploring Chiang Rai... wir fangen an loszulassen...

.... obwohl das Erlebte schon noch sacken muß... oder besser verarbeitet werden muß. 

Nach ein paar Tagen der Rast und unserem Umzug aufs Land sind wir dennoch extrem neugierig auf die Umgebung... daher wird nach dem Frühstück- Reissuppe und für den Captain frisch gebackenes Brot- sofort das Moped bestiegen. Ohne Plan und Ziel- heim findet man immer- wird einfach nach Lust und Laune drauflosgefahren, gestoppt oder auch nicht... Der Flug nachhause ist mittlerweile gebucht, am 31. Dezember solls losgehen. Die klassischen Silvesterfans sind wir ohnehin nicht, und wir erhoffen uns einen weniger vollen Flieger...

1. Fotostopp... Truthähne à la Thailand- hübscher jedenfalls als die in Europa...



Wir sind völlig verzaubert von der Landschaft. Obwohl man leider auch hier sieht, dass viel Urwald auch schon für landwirtschaftliche Zwecke abgeholzt wurde. Man sieht auch, dass die Luft nicht ganz so klar ist wie das Wetter es hergäbe- die abgeernteten Reisfelder werden abgebrannt...



Wir finden ein Dorf der sogenannten Karen, eine ethnische Gruppe aus Myanmar, die dort seit langem verfolgt wird und hier seßhaft wurde. Die Karen sind bekannt für Ihr Geschick mit Elefanten und von Elefantentouren leben sie hier auch. Und von Touristenfotos mit so manch seltsamen Kreaturen....








Es scheint den Tieren gut zu gehen hier, klar sind sie festgebunden, aber die Mahouts haben allesamt keinen Metallhaken am Stock, um sie zu disziplinieren. Wir beobachten sie tagelang und sehen, dass hier schon ein besonderes Mensch-Tier Verhältnis herrscht.

Weiter gehts über den Fluß und einfach mal nach links runter, schön langsam werden wir hungrig...


... landen aber (noch) nicht im Restaurant sondern bei einem Pfadfindertreffen...

Dieser hier stibitzt grad das Jausensackerl von einem armen Pfadfinder- wir kommen zu spät...


Wir werden eingeladen, zuzusehen und sitzen bei den ganz "hohen Tieren" der Pfadfinder unterm Zelt und werden zu allerhand befragt...


Lange halten wir es aufgrund des Hungers jedoch nicht aus- Fotos werden nur vom Moped-Sitz aus geschossen, weiter gehts...


Wir sehen das Karen Dorf von der anderen Flussseite aus- und lachen, wer reitet schon bei uns auf Elefantenrücken zur Kirche am Hügel???




Schnelle und laute Boote...


Ähnliche Kühe wie auf Bali...


Frisch gestärkt machen wir uns auf zu einem nahegelegenen Nationalpark mit heißen Quellen. Die Temperaturen sind genial, wir haben so richtig Lust auf Wandern. Unsere Seglerbeine sind schon richtig verkümmert, und das tut uns sehr gut in frischer Luft sich zu bewegen, ohne Schweißausbruch... gut auch zum langsam Rückakklimatisieren, schließlich gehts in knapp 10 Tagen heim in den europäischen Winter...

Wer hält wohl freiwillig den Finger rein?


Wir sind so gut wie allein hier, und Landschaft und Stimmung tun uns richtig gut. Wer die Stille am Wasser gewöhnt ist, genießt auch die Stille im Wald.. 


"Almhütterl" zum Mieten...


Wunderschön gezeichnete Rinde vom...



Hier sieht man es teilweise brodeln, das Wasser...


Hier braucht man offensichtlich keinen Geschirrspüler...



Ok der Zufluss ist nicht kochend heiß..


Eine Schülergruppe auf Landschulwoche...


Ok ok ich pass schon auf- natürlich muß die Crew zuerst drüber...




Neugierig...



Aber Stier bleibt Stier- Captain geh weiter weg von ihm!




Auf der Heimfahrt kommen wir wieder bei unserem Elefantendorf vorbei- ein liebevoll ausgesuchter Leckerbissen...


... und ein easy aussehender Aufstieg...






Noch ist es nicht sooo spät und wir suchen uns ein...



Café, was sonst!


Auch schauen wir am höchst gelegenen Gebäude vorbei, eine Kirche...


Am Weg dorthin... so ganz glücklich schaut es nicht drein, aber wenigstens nicht eingepfercht wie in der westlichen Massentierhaltung...




Hier werden wir in Sachen Andenken natürlich fündig...


Richtung Bergdorf begegnen wir einer scheuen Dame...


Auch wieder eine Kirche mit "Kapelle"...


Ganz und gar nicht scheu die Kinder- werfen mit einer Art Schweizerkracher...


Architektur mit Mitteln der Natur.


Mittendrin ein wenig Thai- Kitsch...


Aufgrund der Kälte haben auch alle Hunde einen "Pulli"!




Unser Sundowner im Bergdorf...




Ein erschöpfender spannender Tag wird gekrönt von toller einheimischer Küche in unserem "Homestay" namens Ban Lom Len...

Frühmorgens- Terrasse mit Ausblick auf den Gemüsegarten...


Gegenüber wird schon angebaut, schade dass das Reisfeld schon abgeerntet wurde..


Nach dem Frühstück setzen wir uns aufs Moped und brausen Richtung "White Temple"...

Wir kennen ihn von Fotos aber da sieht man meistens nur das Hauptgebäude. Ein berühmter thailändischer Künstler hat den Tempel und die Anlagen rundherum auf eigene Kosten über Jahre hinweg errichtet und läßt die Menschen ohne Eintritt daran teilhaben...

Tempelwächter...


Der Haupttempel- leider können wir nicht hinein, da geputzt wird...



Schöne, für westliche Augen teilweise kitschige und auch sehr seltsame Kreaturen sind hier zu bewundern..













Die Form kennen wir schon von anderen Tempelanlagen...


... aber diese hier bestehen aus hunderten von Einzelteilen, die wir erst später zu Gesicht bekommen...









Diese herzförmigen Anhänger kann man gegen eine freiwillige Spende erstehen, beschriften und aufhängen, die werden gesammelt, und zu diesen schönen zylinderförmigen Gebilden verarbeitet.




Sogar so banale Schilder erfahren die gewohnte Verzierung- das nennt man Liebe zum Detail...





Wir genießen beide auch die frühlingshaften Temperaturen- eine Erholung!



Natürlich entzünden wir wie überall ein paar Kerzen...



Aus Dankbarkeit für ein paar schöne Stunden spenden wir auch ein Herz!







Im Ausstellungszentrum mit Bildern des Künstlers ist es leider nicht erlaubt zu fotographieren....

Los gehts heim wir haben uns im Homestay wieder zum Essen angemeldet....

Vorher noch den Sonnenuntergang vom naheliegenden Fischteich aus genießen!!!



"Unser" Ban Lom Len Homestay...


Wir bekommen folgende Geschichte erzählt: der Teich gehört dem ganzen Dorf gemeinsam (igitt, voller Welse...). Einmal im Jahr wird auf Befehl gefischt, was das Zeug hält und jeder darf behalten, was auch immer er "erfischt" hat, die Fische werden durch Trocknen in der Sonne wie überall haltbar gemacht.


Es hat uns einmal vor ein paar Jahren ein Besucher am Boot gefragt, ob uns der Sonnenuntergang nicht langsam langweilig wird, so jeden Tag... NEIN, wird er nie und wird er auch nie werden. Besonders schön am Boot war, dass uns meistens die um diese Zeit auftretenden Moskitos erspart blieben. Und in einer Welt, wo der Normalbürger auf Sonne, Mond, Wolken und Gezeiten kaum mehr achtet, war dies eins der schönsten Dinge auf unserer Reise- jeden Tag aufs Neue!