Zum ersten Mal waren wir als "Urlauber" mit Sebastian und Theresa dort, und zwar in Sivalai Resort im Osten der Insel- Sensation!
Jetzt mal überlegen....
1mal 2013 am Weg nach Lumut zum ersten Herausheben...
1mal am Rückweg- eh klar!
1mal im Okt. 2013 mit dem Horsti
1mal im Feb. 2014 mit Sebastian und Theresa
1mal im Feb. 2014 mit Neffe Markus
1mal im März 14 am Weg Richtung Borneo (die Jung-Watzals waren grad im Sivalai und haben uns verabschiedet...)
1mal im Nov. 2015 (grad erst...) am Weg nach Phuket
1mal jetzt gerade....
NEUNMAL!!!! 9!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!
Das ist der absolute Rekord für uns und zeigt wohl, wie sehr wir die Insel mögen, und natürlich ist im NO-Monsun die Westbucht super gut geschützt....
Wir wünschen uns eine ruhige Nacht, das tun wir eh immer... wir sind das erste Boot in der Bucht, langsam trudeln sie ein, ein Megawetter kommt runter, der Captain macht seinen Afternoon-Nap, und die Crew verjagt ein Boot, das trotz genug Platz definitiv zu nah ankert!!! YES, er hat gefolgt!
Dann ankert ein Boot das wir meinen zu kennen und wir treffen doch später tatsächlich an Land Jack und Jackie, 2 weltumsegelnde Amerikaner, die wir im Ssptember 2013 in Lumut getroffen haben.
Dazwischen tut sich noch was... ein Charter-Segellernschiff kommt rein und umkreist die Boote am Ankerplatz, legt sich doch glatt zwischen uns und Jack und Jackie... wir verjagen ihn- scheint erfolgreich. Dann versucht er hinter uns mehrere Male zu ankern, er hält zuerst nicht aber dann doch. OK, jetzt gehts, und wir fahren mit dem Dinghi an Land zum Abendessen!
Als wir sitzen heben die doch glatt wieder den Anker und ankern um... aber seht selbst, wir schäumen!!!! Hilflos an Land... bevor wir zahlen können sehen wir, dass die zahlreiche Männercrew per Dinghi an Land geht...
Sich so reinzuquetschen, ist ein absolutes No-Go, da wir auch wissen, dass es in der Nacht weitere Gewitter geben wird....
In der Nacht treiben wir kreuz und quer mit Tide, Strömung und Wetter und schlafen wenig... unsere lieben Nachbarn schien es nicht zu stören... wir sind glücklicherweise in der Lage, den Anker zu haben, wir hatten schon befürchtet, dass sie genau auf unserem zu liegen kamen... aber es war knapp...
Am Weg nach Süden entspannen wir dann langsam wieder...
Wir beschließen, einen langen Tag nach Langkawi in die Marina zu machen und treffen doch tatsächlich am 9. Dezember grad ein paar Minütchen vor dem Finsterwerden dort ein. Paul der Makler bekommt noch schnell die Info, dass wir schon einen Tag früher als vereinbart da sind und wir legen uns schlafen...
ACTION! Der Tag beginnt mit einem Lächeln vom Captain, wir leihen uns ein Auto und fahren zum Fähranleger, der uns samt dem geliehenen tragbaren Kühlschrank auf Reebak Island bringen soll, wir können diesen zurückgeben- für diese Großzügigkeit danken wir Terry und Alison sehr!!!! Wieder ein Beispiel, wie selbstlos sich Segler gegenseitig helfen!!!
In Reebak herrscht absolute Windstille- Hitze pur und plötzlich läutet das Handy- "Good morning Paul, how is it going?"
Paul der Makler versetzt uns einen Schock. Antonio wollte anscheinend unbedingt, dass wir in die Marina nahe der Hauptstadt kommen und hat dort einen Platz für uns reserviert. Abgesehen davon, dass wir nun einen Tag früher da sind und es gestern gar nicht mehr im Hellen hin geschafft hätten, wollen wir dort nicht hin, da umgebaut wird und und und...
Die Crew beruhigt Paul, der meinte Antonio war so zornig, dass er meinte, er läßt den ganzen Deal platzen. Na toll!!! Ein paarmal tief durchatmen, den Captain informieren, und dann Antonios Nummer wählen. Wir konnten ihn überzeugen, dass wir solange wir die Besitzer sind, dort liegen wo wir wollen und auf einmal war er ganz zahm... ok passt also. Danke für den Stress!
Es bleibt uns ein Tag um zu putzen- am 11. Dezember soll der Surveyor für die technische Überprüfung kommen.
Der Tag bleibt auch nicht ganz ereignislos, in der Früh steht Antonio vorm Boot, vollständig eingekleidet mit Kapperl und Leiberl mit dem Aufdruck "Sailabout". Bestens gelaunt... echt crazy. Er möchte natürlich ratschen, wir alles ordnen und vorbereiten, erklären ihm dann dass wenn er die Übernahme so forcieren möchte, er uns Zeit lassen muss. Er geht....
Am 11. Dezember frühmorgens erscheinen Paul, Antonio!, und der italienische Survey Luigi, der konzentriert stundenlang das Boot durcharbeitet, Fragen stellt, Fotos macht, kurz einen tollen Job macht. Wir haben die ganzen Jahre unser bestes getan, alle beweglichen und unbeweglichen Teile am Boot stets zu warten, zu ölen, zu putzen, zu schmieren, auszutauschen und und und... dennoch ist man irgendwie trotzdem nervös. Da er ja im Auftrag des Käufers tätig ist, läßt er auch nicht viel raus.... eine sehr angenehme Begegnung mit einem absoluten Profi!
Ein Bild von den 3 Jungs... links Antonio, rechts Luigi...
Am Montag den 14.12. soll dann in der Reebak Marina das Boot aus dem Wasser gehoben werden. Wieder ein kleines Theater, weil Antonio es früher haben will, die es aber nicht früher machen, dann soll es am Montag 8 Uhr früh stattfinden, und da stemmen wir uns dagegen, da aufgrund der Tide das Wasser da immer noch zu niedrig zum ein- und wieder auslaufen ist. Wieder mal ist das Statement notwendig: "Solange wir noch die Besitzer sind, wird nach unseren Regeln gespielt!" Wir riskieren sicher keine noch so kleine Grundberührung- NO!
Die Tage bis Montag vergehen wie mit dem Zeitraffer abgespult... Antonio quält uns sehr, wir behalten jedoch die Nerven. Er schleift Leute daher, die schon am Boot Geräte einbauen sollen, NO! Die ganze Geschichte wäre ein eigenes Kapitel in einem Buch....
Pläne wurden auch geändert: Seine Frau soll von Portugal nachkommen, mit den 2 kleinen Hunden, dann holen sie den großen Rottweiler in Ost Timor ab, und jetzt solls non-stop nach Südafrika gehen und doch nicht durchs rote Meer. Wir sind ehrlich gesagt geschockt... Wir hatten ihm ja einen Einschulung am Boot vorgeschlagen, aber wann auch immer er kommt, erzählt er immer nur von den Troubles mit seiner Frau, die nun doch nicht will, von seiner bevorstehenden Scheidung und und und... unglaublich! Am nächsten Tag ist dann wieder alles anders... Bis er uns in einer depressiven Phase dann gesteht, wenn er das Boot übernimmt, fährt er raus, zündet es an und läßt es explodieren, da wird uns langsam mulmig.... wir lehnen ein weiteres Abendessen mit ihm ab und lassen uns von Jack und Jackie beim Essen nett ablenken. Die haben gerade einen Trek um den Annapurna hinter sich und erzählen begeistert!
Außerdem besuchen wir noch Freund Chris samt Hündin Chili, die seit mehr als einem Jahr in der Nähe einen Shop haben, und nehmen Abschied bei ein paar Drinks... die Crew verspeist ein Lammkotelett und Chili kriegt die Knochen...das sind dann schöne Momente...
Endlich ist es Montag....ein letztes Mal wird das Großsegel gezogen...
Die Einfahrt in die Reebak Marina war ok, zuerst gemütliches Segeln bei wenig Wind mit Antonio und Luigi! Die Crew braucht nix zu tun hihi...
Dank Captain und unserem Bugstahlruder wird das Einparken in die Lücke, über die dann der sogenannte Travellift kommt, problemlos... die Crew wird es aber niemals mögen. Sofort fährt der Travellift in Position, und Taucher gehen ins Wasser und befestigen riesige Schaufen...
Er lacht zwar aber die Crew weiß dass er auch nervös war... man kann da durch falsche Positionierung der Schlaufen doch einiges kaputtmachen am Rumpf...
Alles glatt gelaufen... jetzt ist es an Luigi, den Rumpf zu inspizieren und zu bewerten. Genau dafür haben wir ja in Lumut gewerkelt wie die Doofen...
Die Crew läuft derweil ins Restaurant und holt kühle Getränke, hier steht die Luft. Normalerweise dauert so ein Survey schon 1-2 Stunden, aber nach weniger als einer halben Stunde ist Luigi fertig.
Die Spannung steigt!
Normalerweise ist es so, dass er jetzt den Survey verfasst und dem Interessenten zukommen läßt, wenn dann nichts zu beanstanden ist, gilt das Angebot, und der Kaufvertrag wird aufgesetzt! In unserem Fall- Antonio hatte es so vereinbart- gilt Luigis Handschlag.
Als die Crew mit den Getränken kommt, streckt er uns mit Grabesmiene die Hand entgegen und wir schütteln reflexartig beide, zumindest die Crew checkt es nicht ganz.... dann die Bestätigung- "the deal is done"! Normalerweise müßte es hier ein lachendes Käufergesicht geben, so wie bei uns damals, aber das wird wohl nix....
Wir gehen ins Restaurant auf ein kleines Mittagessen- allein Captain und Crew drinken Kaffee und kriegen beide nichts runter... zu schnell ging das alles jetzt von statten.
Dann Antonio: "Und wann zieht ihr jetzt aus- morgen, ihr könnt mein Hotelzimmer haben!"
Um jetzt noch nicht was total zum Eskalation zu bringen, sicher wir ihm den 17.12. zu, so die Kaufsumme dann auf unserem österreichischen Konto eingelangt ist. OUFF!
Auf dem Weg zur Toilette plötzlich: "Ingrid, Mike, hello!" Es ist Captain Ron, mit dem wir vor fast 2 Jahren geplant hatten, nach Palawan auf den Philippinen zu segeln. Einer der wenigen ganz ganz tollen netten Menschen die wir getroffen haben auf unserer Reise.. Wir begrüßen und verabschieden uns gleichzeitig... sehr emotional! Er hat uns in die Marina einlaufen gesehen, dann am Travellift und hat uns gesucht... leider wird die Verabredung am nächsten Abend in unserer Marina nix, weil es schüttet wie nur selten- wahrscheinlich ging die Ferry gar nicht. Es war schön, einen Menschen wie Ron noch mal getroffen zu haben!!!
Wir parken ein letztes Mal in der Telaga ein, duschen, und ab zum Abendessen.... Lamm für die Crew- es sollte ja was zum Feiern geben, zumindest sehen das alle anderen Segler, die wir so treffen (und fragen wie es ausging) so... ok gut, dann mach ma das halt!!!!
Hündin Chili mit 3. Lammknochen....
Und der Captain mit dem x-ten Bier!
Ein letzter Job am Abend für die Crew: Unsere Schiffsregistierung muss abgemeldet werden, damit Antonio sich so schnell wie möglich neu registrieren kann...
Nach x-mails hin und her wird klar, dass auf den Cook Islands die De-Registrierung auch noch mal ganz schön kostet- ok - Überweisung per PayPal- erledigt... und GUTE NACHT!
Wir sollten eigentlich erleichtert sein ob des guten Verkaufs und uns freuen, aber dafür fehlte einfach die Zeit. Wir werden Anfang 2016 nachhause fliegen, da wir im Oktober schlechte Nachrichten erhalten haben (gesundheitlicher Art) und ausgerechnet heute abend ein Update das uns beide quasi "vom Hocker" wirft. Vorerst fliegen wir jedoch morgen nach einer ziemlich schlaflosen Nacht und einer hoffentlich reibungslosen Übergabe über Kuala Lumpur und Bangkok nach Chiang Rai im Nordosten von Thailand, um alles zu verarbeiten, uns zu sammeln und den Heimflug in Ruhe zu buchen.
Wehmut kommt auch bei der Übergabe am nächsten Morgen nicht auf, unser Käufer erscheint extrem verspätet, eine halbe Stunde bevor unser Taxi zum Flughafen kommen soll. Wir übergeben Schlüssel, erklären noch alles mögliche, und versuchen ihn zu beruhigen. Er ist offensichtlich überwältigt von unserem Abschiedsgeschenk, ein Bild mit Gedicht und guten Wünschen und weint! Wir glauben aus Nervosität- ein echt "stranger" Abschied...
Die Nachrichten von daheim sind nun abgedated und wir beschließen noch heute, gleich einen Flug Anfang Jänner heim zu buchen, unser Trip in den Norden ist schon gebucht, das heißt noch 2 Wochen zum "herunterkommen", die wir anfangs nur schwer genießen können, aber nach ein paar Tagen wirds dann... Chiang Rai und Umgebung ist echt empfehlenswert!!!! Fotos folgen!
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