Am 28. Juli ist es erneut soweit- wir brechen um 11.30 Uhr unsere Zelte- hoffentlich für längere Zeit- in der Marina Terengganu ab.
Gemütlich segeln wir mit achterlichem Wind mit 4,5 Knoten dahin... 2 Stunden später läßt der Wind aus und wir nehmen den Motor zu Hilfe...
Um 18.30 Uhr fällt der Anker auf 3 m unterm Kiel.. wir sind einfach nur glücklich...
Am 31. Juli ist Vollmond, das gibt schön beleuchtete Nächte. Diesmal ist es ein sogenannter "Blue Moon", das bedeutet, dass im selben Kalendermonat zum 2. Mal ein Vollmond stattfindet (der erste war am 2. Juli).
Ruhige wunderschöne Tage und Nächte... mit unseren schweigsamen Freunden... (und nein lieber Hubert es gibt Kartoffelsuppe!!!!)...
Obwohl die Bucht toll geschützt ist, dreht der bestehende Schwell ein wenig in die Bucht herein und läßt unsere Nachbarn auf einem wunderschönen Schiff ganz schön "tanzen"...
Am 1. August ankern wir ein paar Meter um, weil in der Nähe sich ein Eisenboller (eine frühere Abwasserleitung vom Hotel) sich aufrecht stehend im Sand befindet, und wir wollen nicht, dass sich die Kette drin verfängt, Vorsicht ist besser als Nachsicht...
Beim Ankereinfahren ganz zum Schluss plötzlich bewegt sich nix mehr- trotz Retourgang keine Bewegung nach hinten... der Anker sitzt jedoch und des Captains erste Idee ist (selten aber man hört davon), ob die Schraube noch dran ist. Aye aye Captain, die Crew springt rein und sieht nach, alles dran.... So jetzt ist guter Rat teuer...
Fehlersuche ist angesagt, oder fact finding mission wie man so schön sagt...
Getriebe? wäre nicht gut, wenn hier in der Gegend dieses kaputt wäre. Aber wie wird ein Getriebe so einfach kaputt. Die Crew hat no idea...
Der Captain murmelt was von wegen Gasseil... noch nie gehört!!!
Es stellt sich heraus, dass unser GASSEIL, ja das gibts wirklich, gerissen ist, wodurch auch immer... es liegt am Captain, das mal herauszufinden und zu schauen, wo es gerissen ist (in Wahrheit ists ja kein Seil, sondern ein langes Edelstahlteil, mit Plastik ummandelt, und ein wenig biegsam. Es läuft vom Motor (Hilfe, Captain, von wo genau weg?) bis zum Gashebel im Cockpit. es ist extrem verbaut und ca. 6 Meter lang...). Glück im Unglück, Nachbarsegler kommen und zumindest bekommen wir, damit wir dss richtige Ersatzteil suchen können, den richtigen Ausdruck auf Englisch: TELEFLEX MORSE CABLE!!!
Wir fragen in Phuket, in Pattaya und in Singapore an. Singapore: NO HAVE! Das muss man sich mal auf der Zunge zergehen lassen, Pattaya gar keine Antwort, und C&C Marine in Phuket schreibt uns, dass das irgendwo in Terengganu aufzutreiben sein müßte, da die ganzen Fischerboote dies auch verwenden... ouff.... momentane Erleichterung! Irgendwo ist zwar sehr vage, "auftreiben" klingt nach Abenteuer und schweißtreibend und langwierig...
Den uneingeweihten Lesern wollen wir natürlich nicht vorenthalten, was dann folgt...
Der Captain startet mit dem Auseinanderschrauben des Gashebels, um den einen Anfang des Gasseiles freizulegen. Easy oder? Danke liebe Jeanneau Konstrukteure, schon mal länger auf einem Boot verbracht? Sicher nicht, der aufzuschraubende Behälter ist aus Aluminium, die Schrauben aus Nirosta... das weiß mittlerweile sogar die Crew, dass sich diese zwei Metalle gar nicht vertragen. Und so kämpft der Captain damit, diese aufzubekommen... Dauer 6 Stunden, Erfolg gleich naja, die Schrauben brechen natürlich, voll korrodiert, und der Rest bleibt im Alugewinde stecken- wie sollen wir das jemals (für neue Schrauben) wieder herausbekommen? Thanks again Jeanneau!
Der vollständigen Dokumentation wegen- Innenleben dieses Alukastls... dort führt das Gasseil zum Gashebel, die Crew staunt, der Captain checkt das alles, wie wenn ers glernt hätt...
Und so sieht der Anfang des Gasseils aus... wird vermessen, um im Internet zu suchen welches es ist und welches wir somit suchen müssen. Ohne die Info vom Nachbarn von wegen Teleflex morse cable wären wir aufgeschmissen gewesen, bzw. die Suche hätt länger gedauert...
Wir versuchen zu entspannen, beobachten die wachsende Population der "Cuttlefish", die um uns herumschwimmen... bzw. -schweben... die habens gut, keine Sorgen, nur das nächste Essen muß besorgt werden....
Bevor wir jetzt überhastet erneut nach Terengganu segeln, machen wir Such- und Nachdenkpause, ohne Motorantrieb in den Hafen rein ist kein Sonntagsspaziergang.....
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