Freitag, 13. Dezember 2013

Die Surin Islands- ein Nationalpark....

Aufbruch frühmorgens, ca. 6-7 Stunden segeln mit raumem Wind erwarten uns- unser langersehntes Ziel "Surin Islands" rückt näher...


Da wir uns in unmittelbarer Nähe zu Myanmar befinden und die Grenze tabu ist, können wir nicht in einem Schlag nach Surin segeln sondern uns zuerst südlich und dann südwestlich halten- so können wir fast jede Segelstellung austesten- hier der "Schmetterling"!

Wir nützen unser altes japanisches Furuno Radar mit Fischfinder- d.h. wir sehen unter Wasser quasi voraus- sehr hilfreich beim ankern vor Riffs...

Am nächsten Morgen gehts per Dinghi gleich zur Riffkante- zum Schnorcheln!!!

Ein Papageienfisch- er scheint zu fliegen...


Gelb auf türkis macht sich auch gut- die beiden üben sich im Paartanz...



Der Captain probierts mal bissi tiefer- trotz Problemen mit der Stirnhöhle...


Die Sicht war nicht mehr so gut wegen Strömung- aber Fische zuhauf!


Da waren wir dann doch ein bißchen skeptisch von wegen wie nahe soll man da hinschwimmen... aber schön war er, elegant und "labradorfarben"...


Wir raten mal- Barsch-ähnlich? - gar nicht sooo klein der Bursche...


Zuguterletzt sehen wir noch eine Wasserschildkröte (unsere erste in all den Jahren!!!), die wir leider vor lauter Aufregung nicht fotografiert haben, und am nächsten Morgen eine Muräne (dunkelgrau, groß, lang!!), die sich gottseidank noch mehr vor uns gefürchtet hat als wir uns vor ihr und vor uns herschwamm- eigentlich ja elegant in der Bewegung, wenn nur nicht der häßliche Kopf wäre und der böse Blick- aber alle Taucher, die wir bis dato befragt haben, sagen immer nur "die tun nix", erinnert ein wenig an Martin Rütter (den kennen nur Hundefreunde, ich weiß...)...

Ein wirklich wunderschöner Strand, und ganz wenige Menschen. Im Nationalpark gibt es keine Resorts, sondern nur wenige Hütterl, ein Restaurant und viele Zelte zum übernachten, sahen gar nicht so unsauber aus...



Ist da jemand??? Nicht dass wir unbedingt Gesellschaft bräuchten...


Am nächsten Morgen legen wir uns eine Bucht weiter südlich- und wieder tut uns unser "Fishfinder", das heißt das "forward looking sonar", gute Dienste...

Sensationelle Landschaft... in der Ferne nur zwei andere Segler... und ein paar Fischerboote, die rasten...


Wir setzen uns ins Dinghi und nehmen sicherheitshalber auch unser Kajak mit- wir wollen zwischen den beiden Hauptinseln von Surin durch, und da kanns bei Ebbe ganz schön seicht werden.

Auf der Suche nach einem idealen Platz für unseren Weihnachtsbaum, den wir heuer in 3D gestalten möchten, schwimmen wir noch bei Flut- ganz schöner Sog- zwischen den beiden Inseln durch und landen auf einem wunderschönen "Sandspitz", wo wir uns an die Arbeit machen, um unseren Lieben zuhause einen tropischen Weihnachtsbaum zu basteln....





Bilder sagen mehr als Worte- wir sind entschlossen, dass wir hierher mit Birgit und Werner, die wir am 22. Dezember am Festland in Ranong treffen, hierher zurücksegeln werden auf der Suche nach einem ruhigen Platz für Silvester- Raketen und dergleichen kann von uns aus der Rest der Welt in die Luft jagen...

Nach diesem stimmungsvollen Abendrot kommt uns auch noch der Mond besuchen...


Wir verholen uns zuletzt noch an einen Ankerplatz westlich der Surins, verlassen diesen allerdings am nächsten Morgen gleich wieder, da er eher unruhig war und es schwierig war, einen guten und sicheren Platz zu finden, und segeln wieder zurück nach Ko Payam- jetzt sind wir vorbereitet, wenn wir mit Birgit und Werner nach Weihnachten wiederkommen...

Frühmorgens entsteht jedoch noch lt. Captain das "Foto des Jahres 2013":



Vorher fahren wir allerdings noch mit dem Dingi zum einem Dorf der sogenannten Moken, eine Art "Sea Gypsy" Volk, die 2004 beim Tsunami diese Gefahr rechtzeitig erkannt hatten und sich rechtzeitig in Sicherheit brachten. Da Dorf war zerstört, und wurde mit Staatsmitteln gefördert, wieder aufgebaut. Die ursprüngliche Lebensart der Moken hat sich jedoch offensichtlich verändert, nun finden sich im Dorf halt auch schon SAT-Schüsseln und dergleichen... die sogenannte Zivilisation läßt sich auch hier nicht aufhalten...