Frühmorgens begeben wir uns per Dinghi an den sehr schönen Strand, es wurde für die Ausflugsboote eine Schneise in das Riff geschlagen. Interessanterweise halten sich jedoch nicht alle an diese einfache Möglichkeit sondern kürzen auch mal gerne mit Full Speed übers Riff ab...
Wir finden ein Plätzchen mit Wifi und melden uns mal wieder daheim...
Die erste Mahlzeit in Malaysien nach Thailand steht an... böse Vorahnungen kommen auf, die sich leider bestätigen...
Dafür finden wir diesen süßen Kerl, der lustig Ananasstücke mampft...
Das Strandleben in der Südbucht- obwoh eine traumhaft schöne Insel, gibt uns nicht viel. Es gibt kaum Schatten, und wir fühlen uns hier einfach nicht wirklich wohl, beim Gedanken, hier im Bikini herumzuliegen...
Das Strandoutfit à la Malaysia fehlt uns gerade noch...
Wir haben ein Lokal gefunden, das halbwegs gut aussieht, und das Häferl verspricht doch einiges...
... was es dann nicht hält... wir haben kaum noch frisches Obst und Gemüse an Bord, daher versuchen wir es einige Male...
Ein Kellner scheint sehr nett zu sein und ratscht immer wieder ein wenig mit uns. Er empfiehlt uns zwei Dschungel Wanderungen an andere Strände...
Am nächsten Morgen versuchen wirs... hinter dem schönsten Resort des Strandes waten wir durch Müllberge und einen stinkenden kleinen Bach, BIS....
...ja bis uns diese Teile hier den Weg versperren.... wir hatten leider kein Zentimentermaß dabei, aber sie waren ganz schön erwachsen!!! OK, das wär nicht das Problem, sie flüchten ja, aber der Weg wird immer schmäler und schmäler....
... und so kehren wir um.. wir wollen so kurz vor dem Heimflug nichts riskieren...
Der Strand erwacht erst so richtig bei Dämmerung zum Leben, Volleyball scheint hier sehr beliebt zu sein... wir gehen zurück an Bord und verleben ruhige Nächte, gottseidank kein Chinesenstrand, d.h. kein Karaoke!
Es wird uns langweilig und wir beschließen, zur nächsten Insel zu segeln, Pulau Redang. Soll eine wunderschöne Insel sein, vor allem die Unterwasserwelt!!!
So schön der Strand hier ist, ein Gespräch mit einem Einheimischen hat uns irgendwie dann zusätzlich noch vertrieben. Derjenige, der uns die Dschungel Treks erklärt hat, fragte uns am darauffolgenden Tag, wann wir den wandern würden. Wir zuckten mit den Schultern, wollten an den Tag noch per Tauchflasche das Unterwasserschiff reinigen. Da fragt er doch den Captain, ob er Karate beherrschen würde. Dieser bejaht (schwarzer Gürtel!!!) und fragt um den Grund. Antwort: "You must protect your wife!" Die Crew ist ja selten perplex, sprich sprachlos, hätte wirklich fragen sollen wovor... wir haben so eine Idee, nicht umsonst verhüllen sie hier Ihre Frauen, und es herrscht ja auch das Sharia Gesetz im streng muslimischen Terengganu... Weiters verwickelte er uns in ein Gespräch um Saddam Hussein, welcher ja als Sunnit "nur" die schiitischen Iraker umbringen hatte lassen. Kein sehr angenehmes Gespräch.
Zuguterletzt erklärte er uns noch, dass in der Nähe unseres Ankerplatzes sich ein "big shark" befinden würde, zwar nur ein Riffhai, wie sonst auch an einigen Tauchspots rund um die Insel, aber ein großer halt.
Wir kehren an Bord zurück und jeder geht schweigend seinen Aufgaben nach. Im Gehirn rattert es jedoch wie wild. Wir müssen vor Terennganu auf jeden Fall das Unterwasserschiff schrubben, vor allem den Propeller und die Welle und die Auslässe. Die Crew zaudert echt und kämpft mit sich selbt, liest nochmal den Malaysia Cruising Guide und rettet sich mit dem Gedanken, dass auf Redang Island weit seichtere Ankerplätzt mit guter Sicht vorhanden seien. Der Captain zeigt größtes Verständnis und willigt sofort ein. JUHU- Tauchgang VERSCHOBEN!!!!
Also ab nach Redang Island, hier hält uns nichts mehr!
Wir sind ein wenig zu früh dran, es herrscht noch NO Monsun, daher ankern wir außerhalb des belebten Fischerhafens. Um diese Jahreszeit gibt es hier keinen vernünftigeren Ankerplatz, und wir rollen ganz schön auf 10 m Tiefe...
Das Wetter ist alles andere als stabil...
Da wärs schön, nur weit und breit kein Restaurant in Sicht...
Wir machen alles dicht und versuchen einen Landgang. Wir finden ein leeres, überteuertes Resort und Restaurant am Hügel und der Captain kriegt sein wohlverdientes Bierli...
Blick zu Fischerhafen..
Alle Terengganu vorgelagerten Inseln auf einen Blick, befinden sich nicht so nahe aneinander, aber da hat die Tafel wohl nicht gereicht...
Redang Island, der schönste Ankerplatz soll in der nach Norosten offenen Bucht sein, das geht leider derzeit noch nicht, aber hoffentlich bald... der Finger der Crew zeigt die momentane Position an... der Schwell aus Nordosten ist so stark, dass er leider "um die Ecke biegt"...
Der Captain klettert...
Die Nacht gibt nicht viel her, es wackelt, aber regnet nicht. Wir haben genug und heben um 7.30 Uhr den Anker, um Richtung Terengganu die sichere Marina aufzusuchen. Grad ums Eck sehen wir ein riesiges Gewitterwolkenfeld aus Richtung Terengganu kommend, wir machen einen "u-turn" und verstecken uns hinter dem kleinen Inselchen südlich von Redang. Es folgt ein heftiger Gewittersturm, wir ankern auf 20 m Tiefe und wettern den erst Mal ab... Frühstück geht noch und um 10 Uhr scheint das Schlimmste vorbei zu sein... weg mit uns!
Der heutige Tag bleibt verhext, immer wieder Treffen uns Regen und Sturm, das Vorsegel ist aufs Minimum reduziert, der Captain warm und trocken eingepackt, die Crew versteckt sich unter der Sprayhood. Wir checken noch die Tide, passt, und rein gehts in die Marina, die seit letzten Oktober neue Besitzer gefunden hat und jetzt Duyong Marina heißt. Wie schon damals niemand am Funk oder am Telefon erreichbar, wir legen uns einfach rein.
Kurzes Kopfschütteln und Zögern nach der Einfahrt, welche durch sensationelle Kaimauern geschützt ist. Offensichtlich wird hier eine Brücke gebaut, einige Pfeiler stehen schon und wir überlegen, ob die Tiefe noch für uns passt. Wir tasten uns langsam durch, Crew im Salon am Tiefensonar.
Kurze Regenpause...
Nach diesem Tag (und der vorherigen Nacht) fallen wir beide in einen tiefen, erholsamen Schlaf!
Endziel Terengganu ist erreicht, von hier aus fliegen wir im Mai via Kuala Lumpur, Singapur und Zurich nach München, dann Zug nach Salzburg. Wir haben zwar noch Zeit bis zum Abflug, aber es ist ein gutes Gefühl, es von Thailand aus auch bei widrigen Bedingungen (besser wäre zum Runtersegeln schon der Mai gewesen) hierher geschafft zu haben ohne größere Probleme...
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